KOSTENLOSER NEWSLETTER

> Neue Kapitel im LIVE BUCH
> Inspirationen – als Artikel und Videos
> Informationen über Events
> Besondere Angebote, die Sie sonst nirgends bekommen

Tragen Sie sich einfach ein! :)

DO SOMETHING ELSE

Es gibt keinen weiblichen Weg zum Erfolg

By 30. June 2016Achtsamkeit

Diesen Artikel schreibe ich im Rahmen der Blogparade “Der weibliche Weg zum Erfolg” von Mara Stix.

 

Die Überschrift hat jetzt provoziert, nicht wahr? Sie stimmt. Und auch nicht.

Zunächst eine kurze Erklärung, was dem Männlichen bzw. Weiblich zugeschrieben wird, damit Du verstehst, was ich meine. Das chinesische Yin und Yang, trifft es ganz gut:

Weibliche Energie, YIN: empfänglich, empathisch, biegsam, verbindend, fließend etwas tun, ohne zu „machen“.
Männliche Energie, YANG: ausstrahlend, aktiv, gradlinig, einfach, strategisch, schnell, zielorientiert, fokussiert, machend.

 

Beide Energien bedingen sich gegenseitig und damit den “weiblichen” Weg zum Erfol

Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Sie beschreiben Zustände, die nicht starr oder absolut sind, sondern sich immer wandeln können. In jedem Yin ist ein Anteil Yang enthalten und umgekehrt.

Die gute Nachricht: Keine ist besser oder schlechter als die andere. Wir haben beide Energien und sie sind auch gleichermaßen wichtig für unser Leben und unseren Erfolg. Nur sind sie unterschiedlich stark ausgeprägt.

Man mag sich auch vom Verstand her dagegen wehren, wie man will: Vieles ist auch biologisch in uns angelegt und entspringen unserer Entwicklungsgeschichte. Leider haben Frauen bisher oft versucht Männer zu kopieren und den weiblichen Anteil aufgegeben, was die innere Haltung und damit die Ausstrahlung vermännlicht. Und das überträgt sich auf alle Lebensbereiche.

 

Emanzipation wird oft falsch verstanden.

Sie bedeutet nicht, ein Mann zu sein. Sondern all das tun zu dürfen, was ein Mann auch darf. Aber mit den ganz eigenen Fähigkeiten. Das andere Extrem davon ist, sich extrem sexy zu geben und – metaphorisch gesprochen – „Zuckerguss überzukippen“.

Die pragmatischste Lösung ist die „männlichen Regeln“ zu KENNEN, sich aber der eigenen weiblichen Stärken bewusst zu sein und sie gezielt zu nutzen. Das vereint das beste aus zwei Welten. Bei Frauen, die selbständig sind, mag das weniger ins Gewicht fallen, aber in Unternehmen werden die Regeln nun mal oft noch von Männern vorgegeben, auch wenn sich das langsam ändert. Und in den meisten Fällen noch nicht mal aus Bösartigkeit, sondern weil das einfach bequemer ist. Sich auf das Gegenüber einzustellen und die “Wahrheitswelt” des anderen zu verstehen, erfordert den Willen dazu und ist manchmal anstrengend.

 

Wie aber kommst du wieder mehr in Kontakt mit deinen weiblichen Stärken?

Dazu ist es sehr hilfreich, dich mit den drei Bereichen zur Selbstreflexion, Selbsterkenntnis und emotionalen Selbstregulierung zu
beschäftigen.

  1. Achtsamkeitsschulung für einen ruhigen Geist & Stressresilienz
    Achtsamkeit bedeutet im Kern, wahrzunehmen ohne zu reagieren. Deine Emotionen bewusst betrachten zu können, ohne direkt zu handeln. Das ermöglicht dir die Pause, dich anders zu verhalten.
  2. Unbewusste Muster & Steuerungs- Programme und Überzeugungen identifizieren und verändern
    Aus ihnen sind die Stäbe des unsichtbaren Käfigs gemacht, gegen die wir so oft prallen. Wir bemerken im Leben nur die Auswirkungen, kennen aber nicht die Ursachen. Hier geht es darum herauszufinden WARUM du so handelst, wie du handelst, um neue Lösungen für dich entwickeln zu können. Mit diesen zusammen genommenen Fähigkeiten ist die Basis geschaffen für:
  3. Nützliche Haltung und geistige und körperliche Gewohnheiten
    Wir erschaffen unsere Realität mit unseren Gedanken. Unsere Gedanken und die Emotionen, die wir dazu haben, steuern unsere Handlungen. Werden wir uns ihrer bewusst und verstehen woher sie kommen und können sie aus der Distanz betrachte, können wir uns emotional regulieren, anstatt in Übersprungshandlungen oder stereotype Reaktionen zu verfallen. Wenn wir uns selbst besser wahrnehemn können, verändert sich die innere Haltung, damit automatisch das Verhalten und damit wiederum das außen.

Für mich war es z. B. eine große Entscheidung, mein Buch, das ich hier live schreibe, zu veröffentlichen. Denn es ist nicht nur eine Abenteuer- sondern auch meine persönliche Entwicklungsgeschichte. Ich bekam anfangs die Reaktion darauf: “Das macht dich doch total verletztlich. Und dann hast du das auch noch auf deine Business Seite verlinkt. Da sollten doch nur deine Erfolge zu sehen sein.”

Ich berate nun aber Firmen darin, wie sie ein Umfeld schaffen können, in dem ihre Mitarbeiter, kreativ, begeistert, motiviert und produktiv arbeiten können. Das erfordert eine hohe Transparenz und viel Vertrauen aller Beteiligter. Kreativität zuzulassen um Innovation zu ermöglichen, hat im Kern mit “Loslassen” und “Kontrolle” abgeben zu tun.

Man kann nur das glaubhaft vermitteln, was man selbst lebt @jeanbouffier click to tweet

Verletzlichkeit bedeutet auch Empathiefähigkeit und Offenheit und die Fähigkeit Vertrauen zu geben. Vertrauen zu bekommen, setzt voraus, Vertrauen zu geben. Und das ist notwendig um mit und für Menschen zu arbeiten und nicht in Prozessen. Jeder Mensch hat Scheitern im Leben erfahren, Krisen die ihn geprägt haben und Ängste die ihn beschäftigen. Das ist normal. Und genau das ist es, was uns am Ende zu dem werden lässt, wer wir sind. Das, woran wir wachsen, das uns lernen lässt und befähigt. Wer die Biografien bekannter Menschen liest, der weiß das.

Ich will damit für mich Menschen anziehen, denen ich diese Dinge nicht erst erklären muss und die den Weg des Wandels, den man in großen Teilen der Gesellschaft beobachten kann, schon selbst betreten haben.

Warum sollte ich auch meine Energie dazu verwenden, Menschen zu überzeugen, die rückwärts schauen oder verharren wollen, statt sich nach vorne zu entwickeln?

Was nicht normal ist, sind aalglatte Lebensläufe

Solche, die vor Erfolgen nur so strotzen und den Rest vertuschen. Solche Leben gibt es nicht. Menschen sind komplex. Wer wertschätzend andere anerkennen will, muss sie im Ganzen sehen und wahrnehmen. Es ist unsinnig, nur einen Ausschnitt davon sehen zu wollen.

Weiblichkeit heißt, das Weiche und das Harte, das Helle und das Dunkle gleichermaßen in sich zu akzeptieren und wertzuschätzen, eine klare eigene Haltung zu haben, zu den eigenen Stärken zu stehen und genau zu wissen, wann man was, für sich nutzt.

Am Ende geht es nicht darum besonders weiblich oder männlich zu sein. Es geht darum authentisch und sich selbst bewusst zu sein. Daraus entsteht Empathiefähigkeit und das Selbstbewusstsein, den eigenen Weg zu gehen. Und die Begeisterung dafür strahlt nach außen ab und wird andere mitreißen. Ob männlich oder weiblich.

 

Unterschrift